Leistungsstarke Wirkstoffkombination
In Prosaro wurden Wirkstoffe aus den Fungiziden Input® und Folicur® kombiniert. „Mit der Kombination erzielen wir sehr gute protektive und kurative Wirkungen gegen wichtige Blatt- und Ährenkrankheiten wie Septoria- und Rostarten, Fusarien sowie DTR- und Rynchosporium-Blattflecken“, sagt Produktmanager Frank Wehner. Beide Wirkstoffe dringen nach dem Spritzen unterschiedlich schnell in das Blattgewebe ein. Tebuconazole wird sehr schnell aufgenommen und ist damit schon nach kurzer Zeit regenfest. Zudem wird es in der Pflanze gleichmäßig verteilt, sodass es sehr rasch seine Kurativleistung entfaltet. Prothioconazole dringt ebenfalls rasch in das Gewebe ein. Es verteilt sich dann langsamer und nachhaltiger in der Pflanze und wirkt über einen langen Zeitraum. Zudem besticht Prothioconazole durch die sehr gute Kurativleistung aller Azolwirkstoffe gegen Septoria-Arten. „Prosaro ist in der Lage, frühe Infektionen zu bekämpfen sowie vor zukünftigem Befall zu schützen“, fasst der Experte zusammen.
Dass Prothioconazole und Tebuconazole gut zusammen passen, wissen Landwirte. Eigenmischungen waren bislang durchaus an der Tagesordnung. Doch das neue Produkt sei der „Marke Eigenbau“ überlegen, denn der Erfolg hängt nicht nur an den Wirkstoffen. „Ganz entscheidend ist darüber hinaus die Formulierung mit Additiven und Zusatzstoffen“, so Wehner. Auch in der Praxis hat die Fertigmischung Vorteile: Mischfehler sind ausgeschlossen, die Zahl der unterschiedlichen Gebinde im Pflanzenschutzlager verringert sich und es gibt weniger Restmengen.
Stark gegen Ährenfusariosen
Prosaro ist besonders stark gegenüber Ährenfusariosen im Winterweizen. Bei pilzbegünstigender Witterung während der Blüte sollte die Ährenbehandlung spätestens drei Tage nach Niederschlägen erfolgen. Prosaro verringert das Wachstum des Pilzes und unterdrückt die Bildung von giftigen Stoffwechselprodukten, den so genannten Mykotoxinen. Liegen deren Gehalte über den Grenzwerten, kann das Getreide weder für die menschliche Ernährung noch für Futterzwecke verwendet werden. Prosaro sichert also die Qualität und steigert zudem den Ernteertrag.
Falls keine warm-feuchte Witterung zur Blüte herrscht und auch keine Risikofaktoren wie Maisvorfrucht oder pfluglose Bodenbearbeitung Fusarium begünstigen, ist das neue Fungizid kurz nach dem Ährenschieben im Rahmen der Abschlussbehandlung eine passende Wahl. Breite Wirkung und variable Einsatzmöglichkeiten sind ein großer Vorteil des Produkts.
An den kleinen Stellschrauben drehen
Wehner empfiehlt die zugelassene Aufwandmenge von einem Liter pro Hektar beizubehalten. Damit würden wichtige Blatt- und Ährenkrankheiten sicher erfasst, die Wirkungsdauer verbessert und im Sinne des Resistenzmanagements dem Verschleiß der Wirkstoffe vorgebeugt. Damit Prosaro seine Stärken voll entwickeln kann, rät der Fachmann außerdem, Fungizide nicht bei Temperaturen über 25 Grad Celsius und in der prallen Mittagssonne anzuwenden werden. Falls bei relativ hohen Temperaturen gespritzt werden müsse, sollte das Wasser nicht zu kalt sein. Um Ährenfusariosen sicher zu bekämpfen, empfiehlt Wehner zu Wassermengen von mindestens 200 Litern pro Hektar. In Winterroggen und Triticale sei ein protektiver, früher Einsatz angeraten. Gerade in diesen Kulturen könne sich Rost innerhalb weniger Tage dramatisch ausbreiten.